Die Ausgangslage
Eine Hausarztpraxis mit drei Ärztinnen und zwei Mitarbeiterinnen stand vor der KBV-Prüfung zur IT-Sicherheitsrichtlinie. Es gab keinen dokumentierten Sicherheitsprozess, Backups liefen unsicher über einen einzelnen USB-Stick und der Notfallplan existierte nur auf dem Papier. Die Praxisinhaberin befürchtete, dass die Prüfung offene Lücken aufdecken würde – und hatte Sorge, dass die Umsetzung den ohnehin vollen Praxisalltag noch weiter belastet.
Die Herausforderung
Das Budget war knapp, die Systeme durften nicht lange stillstehen, und die Mitarbeiterinnen hatten keinerlei IT-Affinität. Eine Standardlösung „aus dem Lehrbuch" war nicht umsetzbar – es brauchte einen pragmatischen Ansatz, der die reale Praxis berücksichtigte.
Die Lösung von ITeske
Wir erstellten zunächst eine Bestandsaufnahme und priorisierten die Maßnahmen nach Risiko und Aufwand:
- Sicherheitsrichtlinie dokumentiert – ein auf die Praxis zugeschnittenes Dokument, das die Mitarbeiterinnen verstehen, statt 40 Seiten Fachchinesisch.
- Automatisiertes 3-2-1-Backup – lokale und verschlüsselte Offsite-Sicherung mit täglicher Wiederherstellungsprüfung. Kein USB-Stick mehr.
- Firewall & Patch-Management – bestehende Hardware wurde aktiviert und ein fester Update-Zyklus etabliert.
- Notfallplan – ein verständlicher Leitfaden, was im Ernstfall zu tun ist, inkl. einer jährlichen Übung.
- Mitarbeiter-Schulung – ein halbtägiger Workshop zu Phishing und Passwortsicherheit.
Das Ergebnis
Nach vier Wochen bestand die Praxis die KBV-Prüfung mit allen Anforderungen. Der Praxisbetrieb wurde während der gesamten Umsetzung nicht unterbrochen.
„Endlich habe ich das Gefühl, dass unsere Daten sicher sind – und ich kann es beim Prüfer belegen." – Praxisinhaberin
Fazit: Konformität ist mit einem pragmatischen, begleiteten Ansatz auch für kleine Praxen erreichbar – ohne den Praxisalltag zu blockieren.